Als eines der größten musikalischen Kunstwerte aller Zeiten gilt die h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach. Die Anfänge seiner Arbeit liegen in 1724, zu seinem Lebensende bekam es für ihn erneut eine große Bedeutung. Er vervollständigte in der Zeit seine großen Werke, darunter etwa die „Kunst der Fuge“, aber auch die große Messe. Während das Kyrie und Gloria 1733 entstanden sind, vollendete er das große Credo und Agnus Dei erst kurz vor seinem Tod.
Bach machte von der Parodietechnik reichlich Gebrauch, er griff bei der Komposition neuer Teile auf bestehenden Werke zurück. Für das „Dona nobis pacem“ übernimmt er sogar den kompletten Notentext des „Gratias agimus tibi“ aus dem Gloria.
Die Messe wurde schon früh von den Fachleuten als größte Messkomposition erkannt. Wolfgang Amadeus Mozart versuchte lange, die Messe zu kopieren. Ein Torso davon ist als seine große c-Moll Messe, KV 427 erhalten geblieben. In St. Jodokus haben wir sie zuletzt Weihnachten 2024 aufgeführt (quasi als Vorbereitung auf die h-Moll Messe; als Nachbereitung werden in dem diesjährigen Weihnachtshochamt die Missa votiva von Jan Dismas Zelenka aufführen).
Das gesamte Instrumentarium im Orchester beruht auf Nachbauten alter Instrumente, sowohl bei den Streichern, als auch bei den Bläsern mit ihren glänzenden Barocktrompeten.
Sonntag, 28. September 2025, 16:00 Uhr
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Messe in h-Moll, BWV 232
Joowon Chung – Sopran, Britta Schwarz – Alt
Jan Kobow – Tenor, Steven Klose – Bass
Batzdorfer Hofkapelle auf historischen Instrumenten
Kammerchor St. Jodokus
Leitung: Georg Gusia
Eintritt 18,-/12,- €
