Weihe

Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Matthäus 10,1

Weihe – Sakrament des Dienstes 

Die Weihe ist das Sakrament des apostolischen Dienstes. Sie umfasst drei Stufen: die Weihe des Bischofs (Episkopat), des Priesters (Presbyterat) und des Diakons (Diakonat). Im Sakrament der Weihe verbindet sich Christus in besonderer Weise mit einem Menschen und befähigt ihn, in seinem Namen zu sprechen und zu handeln.

Durch seine Weihe kommt einem Priester die verwandelnde, heilende und rettende Kraft Christi zu. Wenn ein Priester die Sakramente spendet, handelt er nicht aus eigener Kraft, sondern „in persona Christi“ – was bedeutet, dass Jesus durch ihn handelt. In der Bischofsweihe wird einem Priester die ganze Fülle des Weihesakramentes zuteil. Er ist nun ein direkter Nachfolger der Apostel. Die Weihe zum Diakon – Priester – Bischof erfolgt durch Handauflegung und Gebet eines Bischofs.

Der Weg zur Priesterweihe führt über den Weg des mehrjährigen Diplom- bzw. Masterstudiengangs der Theologie und den anschließenden Pastoralkurs im Priesterseminar. Die Ausbildung umfasst auch mehrere Praktika in unterschiedlichen Bereichen.

Interessenten können sich an das Erzbischöfliche Theologenkonvikt Collegium Leoninum in Paderborn wenden. Informationen bieten auch die örtlichen Priester sowie die Homepage priesterseminar-paderborn.de. Eine weitere interessante Homepage finden Interessierte unter www.berufe-der-kirche-paderborn.de.

Priesterweihe im Dom zu Paderborn 2019

Erzbischof Hans-Josef Becker spendete am Samstag vor Pfingsten drei Männern im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament der Priesterweihe. Durch das Weihesakrament mit Handauflegung und Gebet des Erzbischofs wurden Sascha Heinrich (Letmathe), Patrick Kaesberg (Paderborn-Schloß Neuhaus) und Daniel Wäschenbach (Bielefeld) in die Gemeinschaft der Priester des Erzbistums Paderborn aufgenommen. Familienmitglieder der Weihekandidaten sowie zahlreiche Gläubige aus den Heimat- und Diakonatsgemeinden nahmen an der festlichen Weiheliturgie am Vigiltag von Pfingsten teil. „Wachstum im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe kann es nur geben, wenn wir in Christus bleiben“, sagte Erzbischof Becker in seiner Predigt.

Wer sich in Gemeinschaft mit Jesus befinde, sei in dieser Gemeinschaft gut aufgehoben und habe darin seine Bleibe, führte der Paderborner Erzbischof im feierlichen Gottesdienst aus. Das Sakrament der Priesterweihe schenke diese Gewissheit. Denn was den priesterlichen Dienst konstituiere, sei nicht das Produkt des eigenen Wissens oder der persönlichen Leistung. „Sie werden durch das Sakrament der Priesterweihe in Christus ‚ein-geweiht‘. Durch die Verbindung mit ihm empfangen Sie, was Sie sich selbst nicht schaffen können“, sagte Erzbischof Becker. „Sie dürfen in Ihrem Dienst weitergeben, was nicht aus Ihnen selbst kommt. Darum kann sich niemand selbst zum Priester erklären und keine Gemeinde kann mit ihren Beschlüssen jemanden dazu machen.“

„Eingeweiht in Christus“ bedeute, erläutere Erzbischof Becker weiter, dass bei der Priesterweihe Christus „seine Unterschrift und sein Siegel“ unter diesen Akt setze. „Das ist die Weiheurkunde. Kein Mensch der Welt kann dieses Siegel auslöschen.“ Der Paderborner Erzbischof bekräftigte: „Das Sakrament der Priesterweihe ist Zeichen der bleibenden Initiative Gottes vor allem menschlichen Handeln, trotz aller menschlichen Schwäche.“ „Aber es liegt auch an uns, dass wir, dass Sie, liebe Weihekandidaten, dabei bleiben. Da ist Treue gefragt, Standhaftigkeit: Ich stehe zu meinem Wort.“

Film: Neupriester 2019

Film: Neupriester 2018

Weihe